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Die Elbe, Kreuzfahrten auf der Elbe

Die Elbe ist der zweitlängster Fluss Deutschlands und gehört zu den bedeutendsten Strömen in Europa. Die Gesamtlänge der Elbe beträgt 1092 km, davon sind ca. 941 km beschiffbar.

Sie entspringt im Riesengebirge in Tschechien, durchfließt das Böhmische Mittelgebirge, das Elbsandsteingebirge und erreicht oberhalb von Riesa das Norddeutsche Tiefland und bei Prettin die Grenze zwischen Sachsen und Sachsen-Anhalt. Sie hat bis dahin rund 1301 m Höhenunterschied zurückgelegt. Nördl. von Pretzsch bis nach Magdeburg erstreckt sich die Elbe mit ihren herrlichen Auen über einer Länge von 130 km im Naturschutzgebiet "Mittlere Elbe". Typisch für diesen Bereich ist das geringe Gefälle des Flußbettes von im durchschnittlich 16-17 cm pro km. Gegen die Stromrichtung gebaute Buhnen zwingen das Wasser zur Strommitte. Bei mittlerem Wasserstand fließen etwa 302 m³ pro Sekunde vorüber.

Im Biosphärenreservat - Mittlere Elbe - befinden sich von der Mulde-Mündung bis zur Saale-Mündung mit 117,5 km² die größten Auenwaldkomplexe Mitteleuropas. Zur Kernzone gehören 8 Totalreservate als geschützte Lebensräume, in denen jegliche Nutzung streng ausgeschlossen ist. In der Elbe leben derzeit ca. 23 Fischarten, an und im Fluss ca. 40 Säugetierarten, unter Anderem der Bieber und 43 Wasservogelarten. Seit 1997 gehört es zum, von der UNESCO anerkannten, Biosphärenreservat - Flusslandschaft Elbe -. Das neue Biosphärenreservat baut sich vorwiegend aus den vorhandenen Natur- und Landschaftsschutzgebieten links und rechts der Elbe auf. Ein Schutzgebiet in solcher Größe, das sich über ganze fünf Bundesländer erstreckt, hat es in der deutschen Geschichte bisher nicht gegeben. Die Einrichtung weiterer Infostellen und Besucherzentren entlang der Elbe ist geplant.

Oberhalb von Schönebeck zweigt der Elbe-Umflutkanal ab, der etwas unterhalb von Magdeburg bei Lostau wieder in die Elbe zurück mündet. Durch das Öffnen des Pretziener Wehrs, dem größten Schützentafelwehr Europas von 1876, im Umflutkanal werden bei größerem Hochwasser ca. 21% des Elbwassers in den Kanal umbgeleitet und so Hochwasserschäden in Schönebeck und Magdeburg verhindert. In Magdeburg zweigt sich die Elbe am Rotehornpark in die Stromelbe und die Alte Elbe mit. Auf der 114 km langen Strecke bis zur Havelmündung passiert der Fluss von Magdeburg bis Jerichow in nördl. Richtung etliche für den Naturschutz wichtige Zonen, wie z.B. das NSG – Weinberg - bei Hohenwarthe oder das NSG - Arneburger Hang - . Die alten Mäander der Elbe sind breit und flach. Diese Zonen sollen zum Landschaftsschutzgebiet "Elbauenwiesen" werden. Unterhalb von Rogätz findet man auf großflächige und reich strukturierte Uferflutungsbereiche des Stromes.

Das Elbetal von der Havelmündung bis zur Landesgrenze bei Niedersachsen hat eine Breite von 8 bis 16 km. Die eingedeichte Elbe hat ihr Gefälle hier weiter auf durchschnittlich 12-13 cm pro km verringert. Die zwischen 502 m und 3 km breiten Überflutungsflächen werden jährlich bei Hochwasser überflutet. Die Untere Elbe beginnt an der Staustufe bei Geesthacht und legt bis zur Mündung in die Nordsee bei Cuxhaven, Kugelbake eine Strecke von 142 km zurück.

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